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Zweisprachigkeit

Dr. Riet het das tragliun vendiert ...

Gibt es noch echte Romaninnen und Romanen, die nur Romanisch sprechen und verstehen? - Nein, die gibt es schon lange nicht mehr. Wir werden mit zwei Sprachen gross, mit Romanisch und Deutsch.

 

Nach dem bekannten Sprachwissenschafter Jim Cummins verstärkt das Lernen einer Zweitsprache die Erstsprache. Das heisst, dass deutschsprachige Kinder, die Romanisch lernen, auch in ihrer Muttersprache profitieren. Dasselbe gilt für romanischsprachige Kinder, die Deutsch lernen. Cummins sagt aber auch: Es ist sehr wichtig, dass die Familiensprache konsequent gepflegt und gesprochen wird.

 

"Rumauntsch, tudas-ch in üna

inclegians in Engiadina."

 

In ganz Europa, auch in der Schweiz, existieren Schulprojekte, welche die Zweisprachigkeit fördern. Diese soll den Kindern Vorteile bringen. Weil dem so ist, setzen wir auch bei uns auf die Zweisprachigkeit.


Einsprachigkeit ist heilbar

Der Wert der Mehrsprachigkeit ist weitherum bekannt. Wir, die wir in einer Paraderegion der Zwei- und Mehrsprachigkeit, an der Schnittstelle zwischen zwei grossen europäischen Kulturräumen leben, sind in einer bevorzugten Lage, um unsere Kinder zwei- oder mehrsprachig aufwachsen zu lassen.

Je früher wir andere Sprachen lernen, desto leichter beherrschen wir diese auch. Desto leichter fällt uns dann aber auch das Erlernen weiterer Sprachen. Dass Sprachenkönnen ein Kapital für eine Tourismusregion darstellt, muss hingegen niemandem erst klar gemacht werden. Damit wir von der Sprachenvielfalt profitieren können, sollte aber der Umgang mit den Sprachen im Elternhaus und eben in der Schule klar strukturiert sein.

Das Samedner Schulmodell leistet einen Beitrag dazu. Ab dem Kindergarten wird sowohl die romanische als auch die deutsche Sprache geübt und gepflegt. Aus den soliden Grundkenntnissen in beiden Sprachen ergibt sich ein bewusster und natürlicher Umgang mit ihnen. Das Modell von Samedan wird von der Lehrerschaft, den schulischen und politischen Behörden sowie von der Bevölkerung getragen. Es soll in erster Linie unseren Kindern zugute kommen.



 
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